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Gangs of Sherwood kommt nicht mit einer offenen Welt daher, sondern l\u00e4sst mich alles von einem Ort namens Major Oak<\/strong> aus steuern. Dort starte ich meine Missionen, kaufe neue Combos und verbessere meine F\u00e4higkeiten. Die Geschichte wird in drei Akten erz\u00e4hlt<\/strong>, die jeweils drei Auftr\u00e4ge beinhalten. Wenn ich nicht sterbe, habe ich einen davon in etwa 20 Minuten erledigt. Obendrauf kommen drei weitere Kapitel, die aber wenig mit der Story und mehr mit gro\u00dfen K\u00e4mpfen zu tun haben.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Die Geschichte wird durch Zwischensequenzen erz\u00e4hlt und die einzelnen Figuren kommen h\u00e4ufig zu Wort. Manchmal sprechen sie auch, w\u00e4hrend ich schon loslaufen darf. Besonders gut gefallen mir aber die kurzen Szenen zum Einstieg jeder Mission, da hier alle agierenden Charaktere im Puppentheater<\/strong> dargestellt sind und auf witzige Art und Weise das Erz\u00e4hlte in einer kurzen Szene spielen. Generell liegt f\u00fcr mich der Fokus aber im restlichen Spiel weniger auf der Geschichte als auf dem Gameplay, besonders den K\u00e4mpfen.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Mit jeder Figur f\u00fchre ich im Kampf Combos aus, die aus Rechts- und Linksklicken<\/strong> bestehen. Teilweise kommen noch Spr\u00fcnge oder Sprints hinzu, doch im Grunde ist das Kampfsystem sehr simpel gehalten. Dennoch muss ich mir erstmal merken, wie ich was ausf\u00fchre und bin dankbar, dass es in Major Oak einen Raum zum \u00dcben gibt. Verschiedene Tutorials zeigen mir, wie ich meine Waffe richtig einsetze und ich kann zudem zwischen den Charakteren wechseln, um herauszufinden, wer mir am besten gef\u00e4llt.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n So wechsle ich von Robin zu Maid Marian, mit der ich allein aber nur schwer zurechtkomme, weil sie viel Schaden nimmt und zu wenig austeilt. Sie k\u00e4mpft aus mittlerer Entfernung und hat f\u00fcr ein optimales Spielerlebnis definitiv einen Tank n\u00f6tig, etwa Bruder Tuck oder Little John. John gef\u00e4llt mir zuerst sehr gut, weil er hitzegeladene Attacken ausf\u00fchrt, eine hohe Verteidigung hat und sich seine Combos spannend anf\u00fchlen. Allerdings ist seine Reichweite miserabel, ich haue immer daneben und werde w\u00fctend, weshalb ich wieder zu Robin wechsle. Auch Bruder Tuck teste ich kurz an, doch er und sein Hammer sind mir viel zu langsam. Optimal ist das Erlebnis allein definitiv nicht<\/strong>, aber dennoch machbar. Am besten gef\u00e4llt mir Gangs of Sherwood mit mindestens einem Mitspieler.<\/p> \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Au\u00dferdem k\u00f6nnt ihr w\u00e4hrend der Abschnitte manchmal T\u00fcren einschlagen oder euch durch Spalten quetschen, um dahinter eine Truhe mit Artefakten oder Gold zu finden. Little John und Bruder Tuck sind nat\u00fcrlich nicht in der Lage, sich durchzuschl\u00e4ngeln, Robin und Marian hingegen k\u00f6nnen keine W\u00e4nde einrei\u00dfen. Allein komme ich also nur an die H\u00e4lfte der Truhen und \u00e4rgere mich ein bisschen. Die M\u00f6glichkeit, Bots <\/strong>zu eurem Team hinzuzuf\u00fcgen, gibt es aktuell nicht. Das w\u00fcrde das Problem durchaus l\u00f6sen, wenn sich mal keine Mitspieler finden.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Unterwegs gibt es jede Runde etwa drei bis vier Checkpoints<\/strong>, die wirken als w\u00fcrde man bei ihnen respawnen, wenn man draufgeht. Falsch gedacht. Zun\u00e4chst frage ich mich, ob es sich um einen Bug handelt, weil ich mich einfach nicht dort wiederbeleben kann als ich alleine losziehe. Doch im Koop-Modus f\u00e4llt mir dann auf, wozu die Punkte tats\u00e4chlich dienen: Wenn einer aus der Gruppe stirbt, andere aber \u00fcberleben, dann wird die Person dort wiederbelebt und die Teammitglieder k\u00f6nnen ihn abholen. Die armen Solo-Spieler m\u00fcssen hingegen die ganze Mission von vorne starten.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n So r\u00e4tsle ich im Kampf-Tutorial \u00fcber den vorgestellten Rebelleninstinkt<\/strong>, den ich aktivieren soll, es aber noch nicht kann, weil meine Stufe zu niedrig ist. Diese kann ich \u00fcbrigens nirgends einsehen, doch der Rang scheint wichtig zu sein, da man vieles dadurch freischaltet. Ich verlasse das Tutorial also nach ein paar Minuten relativ verwirrt und realisiere erst ein paar Level sp\u00e4ter, dass der Modus einfach noch nicht freigeschaltet war. Als ich ihn schlie\u00dflich aktivieren kann, fallen mir sofort die Vorteile davon auf: Meine Figur wird automatisch geheilt, ich greife schneller an und verursache mehr Schaden. Nach ein paar Sekunden ist der Modus leider schon wieder vorbei und ich muss erneut drei Balken aufladen, um ihn mit der X-Taste auszul\u00f6sen. Als Rebell f\u00fchlt sich das ganze Kampfsystem wunderbar an, weshalb ich mir W\u00fcnsche, permanent in der Form angreifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n\n Appeal Studios\u2018 Idee, aus dem sagenumwobenen Robin Hood ein actionreiches Third-Person-Videospiel zu machen, ist grandios, doch die Umsetzung l\u00e4sst an manchen Stellen zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Das Gameplay l\u00e4uft zwar fl\u00fcssig, f\u00fchlt sich teilweise aber noch nicht ausgereift an und die Combos werden schnell repetitiv. Mit einer Spielzeit von f\u00fcnf bis sieben Stunden ist der Titel zudem sehr kurz. Auch wenn ihr zwischenzeitlich die Umgebung erkundet und Sammelgegenst\u00e4nde sucht, kommt ihr bei einem Durchlauf vermutlich nicht mal auf zehn Stunden. Wiederspielwert bietet es kaum, au\u00dfer, ihr wollt alle drei Schwierigkeitsstufen meistern.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Wenn ihr ein kurzes Spielerlebnis sucht, das ihr gemeinsam mit euren Freunden genie\u00dfen k\u00f6nnt und bereit seid, jeweils 40 Euro zu investieren, dann ist Gangs of Sherwood perfekt. Wer hingegen lieber allein und in Ruhe zockt und auch keine Fremden in seiner Gruppe haben will, muss einige Nachteile in Kauf nehmen.<\/p>\n \u00a0<\/p>\nVier Kampfstile, doch keiner ist perfekt<\/h2>\n
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Koop ist nicht nur sinnvoll, sondern nahezu notwendig<\/h2>\nF\u00fcr den Koop-Modus w\u00e4hlt ihr beim Spielstart die Option \u201eOnline\u201c aus, um dann beim Start einer Mission mit einem vollst\u00e4ndigen Team von bis zu vier Spielern<\/strong> losziehen zu k\u00f6nnen. Jeder der festen Charaktere kann dabei nur einmal gespielt werden, es k\u00f6nnen beispielsweise nicht zwei Robins dabei sein. So schlie\u00dft ihr euch entweder mit euren Freunden zusammen oder sucht ingame nach einer Gruppe, der ihr euch anh\u00e4ngt.\n
<\/figure>Maid Marian, Robin von Locksley, Little John und Bruder Tuck im Puppentheater.<\/div>\nMan kann den Titel auch allein spielen, doch der Fokus liegt offensichtlich auf dem Multiplayer<\/strong>. Die einzelnen Charaktere weisen ihre Schw\u00e4chen auf, die von den anderen ausgeglichen werden und, wenn ich allein unterwegs bin, bereitet mir das Spiel deutlich weniger Freude als gemeinsam mit anderen, weil ich solo immer einen Nachteil ziehe. Die schmaleren Figuren, also Robin und Marian, weisen nicht allzu viel Verteidigung auf, die breiteren sind viel zu langsam.\n
Zwischen Holzpuppen und Ladescreens<\/h2>\n
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Zwischendurch weist das Game immer wiederLadebildschirme <\/strong>auf, die mir teilweise viel zu lange dauern. Ob ich es in die gew\u00fcnschte Mission schaffe, ist besonders beim Multiplayer manchmal unklar, weil Gangs of Sherwood h\u00e4ufig zu Beginn einer Session abst\u00fcrzt. Bugs fallen mir nicht sonderlich viele auf, doch an manchen Stellen scheint der Titel daf\u00fcr wenig durchdacht zu sein.\nFazit<\/strong><\/h3>\n\n\n