3-Fronten-Krieg<\/strong><\/p> Das dramatische Intro stimmt mit Dokumentarschnipseln und film\u00e4hnlich aufbereiteten Spielszenen d\u00fcster auf das eigentliche Game ein. Danach erwartet euch das obligatorische Tutorial sowie die Erkenntnis, dass ihr zur Parteienwahl gezwungen werdet. Zwar k\u00e4mpft ihr im Laufe der Kampagne f\u00fcr Amerikaner, Russen und Briten, habt allerdings auf die Reihenfolge keinen Einfluss. Jegliche Partei spielt sich etwas anders: W\u00e4hrend die Amerikaner auf dicke Maschinerie und Haudrauf-Taktik setzen, schleicht ihr <\/p> <\/p> Nat\u00fcrlich sind diese Unterschiede gr\u00f6\u00dftenteils kosmetischer Natur \u2013 die wesentlichen Unterschiede liegen in dem Akzent der Sprachausgabe und nat\u00fcrlich den verwendeten Waffen. Ihr d\u00fcrft ganz originalgetreu nur zwei Gewehre, eine Pistole und ein paar Granaten mit euch herumschleppen. Falls ihr allerdings eine Knarre seht, die euch gef\u00e4llt, k\u00f6nnt ihr euer Modell jederzeit gegen ein anderes tauschen. Ihr k\u00f6nnt euch \u00fcbrigens mit jeder Waffe in den Nahkampf begeben und entweder mit der Spitze oder dem Kolben zuhauen. Nur werdet ihr dieses Feature so gut wie nie ben\u00f6tigen, denn eure Gegner lassen euch nur selten auf Tuchf\u00fchlung kommen. Praktischer ist da schon, dass ihr mit jeder Knarre \u00fcber Kimme und Korn zielen, und damit etwas n\u00e4her zum Ziel zoomen k\u00f6nnt.<\/p> Im Westen nichts Neues<\/strong><\/p> Der Gro\u00dfteil der Missionen sollte Kennern des Genres vertraut vorkommen: Ihr m\u00fcsst Br\u00fccken einnehmen und verteidigen, Gefangene befreien, jede Menge Kriegsger\u00e4t zerst\u00f6ren, ein Flugzeug klauen oder Dokumente finden. Dazwischen findet ihr euch immer wieder entweder an den knarrenden Lenkhebeln eines russischen Panzers wieder, oder \u00fcberlebt die wohl unvermeidliche Verfolgungsjagd, bei der ihr von der Ladefl\u00e4che eines LKW aus heranpreschende Feindfahrzeuge per MG und Panzerfaust erledigen m\u00fcsst. Der kr\u00f6nende Abschluss des mit durchschnittlich acht Stunden Spielzeit recht kurzen Erlebnisses ist das Hissen\u00a0 <\/p> <\/p> Zwischen den Aufgaben erwarten euch neben den trockenen Briefings auch schlaue Zitate von ber\u00fchmten Feldherren wie Winston Churchill oder Franklin D. Roosevelt und Schriftsteller wie Ernest Hemingway. Leider sind die die einzige Br\u00fccke zwischen den sonst scheinbar wild zusammengew\u00fcrfelten Missionen, die nur selten direkt zusammenh\u00e4ngen. Du bist nicht allein<\/strong><\/p> Credo des Spiels, und das zu betonen wurde Entwickler Infinity Ward nicht m\u00fcde, ist der Teamfaktor \u2013 nach dem Motto \u00bbDer Krieg wurde nicht von einer Person gewonnen\u00ab.\u00a0 <\/p> <\/p>Das bedeutet in Spieldeutsch, dass ihr fast immer Teil eines Teams seid: Kameraden reden mit euch, handeln einigerma\u00dfen selbst\u00e4ndig und arbeiten zusammen. Auf sie mit Gebr\u00fcll!<\/strong><\/p> Die Optik von CoD basiert auf einer bis zur Unkenntlichkeit \u00fcberarbeiteten Quake3-Engine. Die Parallelen zu Medal of Honor springen jedoch gleich vom ersten Moment an ins Auge \u2013 kein Wunder, wenn man bedenkt, dass ein Gro\u00dfteil des Entwicklerteams vorher genau diesen Titel gebastelt hat. Die gr\u00f6\u00dfte Neuerung sind die gewaltigen Massenschlachten, die besonders beim Angriff auf Stalingrad oder der Eroberung des roten Platzes geradezu unheimlich beklemmend und real <\/p> <\/p> Gelegentliche Grafikfehler werden gerne in Kauf genommen, wenn man beispielsweise durch dichtes Buschwerk robbt, in einem verschneiten Winterwald kauert oder in zerbombten H\u00e4userresten schnell um die Ecke sp\u00e4ht. Zus\u00e4tzlich mit sch\u00f6n animiertem Wasser, massenhaft tollen Script-Szenen und guten Partikeleffekten versehen, verschaffen die hochdetaillierten Schlachtfelder also einen dramatischen Eindruck vom Chaos des Krieges.<\/p>\u00a0 Doch nat\u00fcrlich gibt es auch hier etwas zu bem\u00e4ngeln: Wieso sind die Umgebungen praktisch nicht interaktiv? <\/p> <\/p>Panzer Teile von H\u00e4usern zertr\u00fcmmern, doch sonst ist alles starr, nicht mal eine Flasche l\u00e4sst sich zerschie\u00dfen \u2013 das h\u00e4tte dem Spiel noch mehr Leben verliehen. Merkw\u00fcrdig ist da beispielsweise, dass ihr am Steuer eines Tanks zwar B\u00e4ume umfahren, aber nicht aus dem Weg schie\u00dfen k\u00f6nnt. Auch die k\u00fcnstliche Schlachtfeldbegrenzung wirkt albern: Wieso kann der Feind beispielsweise durch eine Zaunl\u00fccke kriechen, f\u00fcr mich ist der Weg aber durch eine unsichtbare Mauer blockiert? Und zu mauer Letzt wirken die handgepinselten Animationen hier und da unfreiwillig komisch: Wenn eure Kameraden \u00fcber Z\u00e4une springen oder geduckt laufen, erinnert das Ganze eher an einen Cartoon als einen doch ernst gemeinten WW2-Shooter.<\/p> Der Klang des Krieges<\/strong><\/p> Die Akustik war den MoH-Entwicklern schon immer heilig, auch Infinity Ward lie\u00df da besondere Sorgfalt walten: die Schusseffekte stammen von Original-Waffen, das Kettenrasseln der Panzer wurde ebenfalls von echten Modellen aufgenommen. Ein Highlight l\u00e4sst sich z.B. erleben, wenn ihr zu nahe an einer Explosion steht: Eine Zeit lang h\u00f6rt ihr neben einem Fiepen alle Umgebungsger\u00e4usche wie durch Watte, au\u00dferdem wird das Bild geisterhaft verzerrt. Alles zusammen ergibt besonders auf Surround-Systemen eine fast schon irrsinnig dichte Atmosph\u00e4re, die von der Sprachausgabe angemessen unterst\u00fctzt wird. Zwar fehlen der deutschen Version die merklich unterschiedlichen Akzente der Original-Version, aber die sehr oft zu h\u00f6renden Propaganda-Spr\u00fcche,\u00a0 <\/p> <\/p>Die russische Kampagne beginnt mit einem dramatischen Sturm auf Stalingrad.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><\/figure>euch als Brite meist von Auftrag zu Auftrag. Als junger Russe habt in der ersten Mission gerade mal eine Hand voll Munition, aber kein dazu passendes Gewehr \u2013 \u00fcberlebt ihr den Sturm auf Stalingrad, gibt es erst in dem darauffolgenden Auftrag eine Waffe. Die Kampagne entwickelt sich zum Scharfsch\u00fctzenfest und H\u00e4userkampf. Sehr oft greift ihr zu FLAK oder MG, um euch gro\u00dfer und starker Gegner zu entledigen – hier das Ende einer heranst\u00fcrmenden Stuka.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><\/figure>der roten Fahne auf dem eroberten Berliner Reichstag. Bis dahin tummelt ihr euch in den bayerischen Alpen, auf einem Schiff, in Strasshof, Stalingrad oder Warschau. Pro Mission gibt es im Schnitt sieben Ziele zu erf\u00fcllen, von denen manche auch zeitkritisch sind: Entweder m\u00fcsst ihr eine Position eine Zeit lang halten, oder ihr habt nur wenige Minuten, einen Auftrag zu erledigen.
<\/p>\u00a0\u00a0Eure KI-Kameraden sind nicht gerade die hellsten Begleiter.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><\/figure>Im Endeffekt ist es aber doch so, dass die Jungs erst losziehen, wenn wir vorgehen und den Weg bereiten. Besonders zielsicher sind die KI-Jungs auch nicht, au\u00dferdem k\u00f6nnen sie zwar per Script durch Fenster klettern oder \u00fcber Z\u00e4une hopsen, schaffen es aber immer wieder, einem im unpassendsten Moment im Weg zu stehen \u2013 was nicht nur in engen Bunkern extrem l\u00e4stig werden kann. Dieses Problem stellt sich nat\u00fcrlich bei den wenigen Solo-Missionen nicht, die zwar nicht dem Motto des Spiels entsprechen, aber dennoch spannend designt sind. Gelegentlich m\u00fcsst ihr euch auf das K\u00f6nnen eurer Jungs verlassen, wenn sie euch etwa den R\u00fccken decken sollen, w\u00e4hrend ihr per FLAK einige vorwitzige Stukas aus der Luft holt. In solchen Momenten funktioniert die Zusammenarbeit meist erstaunlich gut. Es gibt viele Dinge zu sprengen – derartig gewaltige Explosionen bekommt ihr oft zu sehen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><\/figure>wirken: Da st\u00fcrmen hunderte Soldaten den H\u00fcgel, w\u00e4hrend MG-Dauerfeuer die Umgebung mit immer neuen Staubwolken zerw\u00fchlt, Stukas brennend kurz vor euch einschlagen und der gesamte Hintergrund aus brennenden und qualmenden Ruinen besteht \u2013 beeindruckend! Panzer faaahn: Am Steuer eines dicken Tanks k\u00f6nnt ihr die Gegend nach Belieben umpfl\u00fcgen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><\/figure>Zwar kann man mit einem\u00a0