Dauerhafte Bullet-Time?<\/strong><\/p>\n \u00a0<\/p>\n\n Eines ist klar, Ubisoft: In dieser Form \u00fcberzeugt ihr ganz gewiss keine Mario-Fans von Raymans Qualit\u00e4ten! Mir ist klar, dass Origins nur den Bruchteil eines New Super Mario Bros absetzen wird, doch ein derart trauriges Ergebnis haben weder 3DS-Besitzer noch euer Maskottchen verdient. Warum diese lieblos hingeschluderte Umsetzung? Wie konnte das nur passieren? Denkt denn niemand an die Kleinlinge? Ich frage mich, ob Michel Ancel das Ergebnis kommentarlos und ohne einen Stich im Herzen durchgewunken hat. Versteht mich nicht falsch: Im Kern ist Rayman Origins auch auf dem 3DS noch ein fordernder und wunderbar alberner Plattformer alter Schule. Doch die tr\u00e4ge Spielgeschwindigkeit und gelegentliche Ruckler rauben ihm viel von seiner charmanten Leichtf\u00fc\u00dfigkeit. Die Wettl\u00e4ufe und andere ohnehin knackige Passagen sind jetzt noch kniffliger geworden. Au\u00dferdem grenzt es an Frevel, den genialen Soundtrack von Christophe H\u00e9ral und Billy Martin in derart kratziger Qualit\u00e4t h\u00f6ren zu m\u00fcssen. Falls m\u00f6glich solltet ihr also unbedingt zu einer anderen Umsetzung greifen!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n Brillanter Plattformer, missratene Umsetzung: Die tr\u00e4ge Geschwindigkeit und der kratzige Sound bremsen Rayman auf dem 3DS aus.<\/p><\/div><\/div> <\/figure>\n
Inhaltlich hat sich kaum etwas ge\u00e4ndert. Nach wie vor h\u00fcpfe, pr\u00fcgle und flattere ich mit Rayman oder einem seiner albern animierten Freunde durch fantasievoll gezeichnete Welten. Vor allem in sp\u00e4teren Bossk\u00e4mpfen und Wettrennen werden die Sprungpassagen richtig knifflig. F\u00fcr weitere Eindr\u00fccke solltet ihr einen Blick auf den Test des Originals<\/a> werfen \u2013 hier geht es um die Besonderheiten der 3DS-Umsetzung. Als Erstes f\u00e4llt die allgemein gesunkene Spielgeschwindigkeit auf. Es wirkt so, als w\u00fcrde das Spiel unter einem dauerhaften Slowdown leiden \u2013 fast so wie es fr\u00fcher bei schlechten PAL-Umsetzungen japanischer Spiele der Fall war. Rayman h\u00fcpft etwas tr\u00e4ger durch die Levels, wodurch ich f\u00fcr knifflig eingekeilte M\u00fcnzen mehrere Anl\u00e4ufe ben\u00f6tige. Als ich zum Vergleich die Vita-Version starte, meistere ich die gleichen Sequenzen auf Anhieb. Auch die Verfolgungsjagden unter Zeitdruck gestalten sich neuerdings noch schwieriger.
Das H\u00fcpfen und die Jagd auf die Comic-Gegner macht immer noch Laune, trotzdem leidet das Spiel unter dem gesunkenen Tempo. In anderen Umsetzungen konnte ich keine Lums links liegen lassen \u2013 neuerdings gebe ich oft schon nach zwei Versuchen auf und sprinte in Richtung Ausgang. Die Tempobremse beeinflusst auch die Musikbegleitung. Wenn das St\u00fcck schon vor Levelende vorbei ist, nudelt der letzte Abschnitt manchmal gleich mehrmals herunter \u2013 wie bei einem Sprung in der Platte. \u00c4rgerlich ist au\u00dferdem die schlechte Soundqualit\u00e4t. Die mit feinen Nuancen eingespielten Orchester-St\u00fccke klingen hier platt, \u00fcbersteuert und beinahe so kratzig wie Samples im 16-Bit-Zeitalter.
Kein Herz f\u00fcr Kooperativen<\/strong>
\n<\/figure>\n
Das Koop-Spiel f\u00e4llt wie auf der Vita unter den Tisch. Auf PC und Heimkonsolen durften noch bis zu drei Freunde jederzeit einsteigen und f\u00fcr lustiges Chaos sorgen. In der Vita-Version gab es als kleine Entsch\u00e4digung immerhin die neuen Wettrennen, in denen man gegen aus dem Internet heruntergeladene Geister antrat. Auf dem 3DS fehlen auch sie. Stattdessen tauscht man lediglich per Street-Pass Rekorde mit anderen Spielern aus \u2013 sofern man einen trifft. Auch das Zoomen per Fingerkniff und das direkte Antippen von Lums f\u00e4llt unter den Tisch, da sich die Action nicht auf dem Touch-, sondern dem 3D-Bildschirm abspielt. Unten sehe ich aber immerhin eine praktische Leiste: Sie verr\u00e4t mir z.B., an welcher Stelle des Levels ich bereits M\u00fcnzen oder Geheimverstecke entdeckt habe.
Ein weiterer der wenigen Vorteile ist der 3D-Effekt: Wenn eine Vordergrund-Ebene dicht an meinen Augen vorbeihuscht, erinnert das an die guten alten Bilderb\u00fccher zum Aufklappen. Andererseits sieht die Kulisse bei weitem nicht so detailverliebt und leuchtstark aus wie auf dem Vita-Schirm. Stattdessen erinnert sie eher an die vereinfachten Wii-Zeichnungen. Die Perspektive ist \u00fcbrigens weiter herausgezoomt als auf PC und Konsole. Das sorgt einerseits f\u00fcr mehr \u00dcbersicht, andererseits \u00fcbersehe ich auch mal einen der kleinen Lums.\nFazit<\/strong><\/h3>\n\n\n
Wertung<\/strong><\/h3>
<\/div>