Wie kommt man an Logos und Spielerbilder?<\/p> Football Manager ist der alte und neue Meister. H\u00f6herer Realismus in der Matchdarstellung und glaubw\u00fcrdige Zusammenh\u00e4nge sorgen f\u00fcr starke Emotionen und eine hohe Motivation.<\/p><\/div><\/div> Anzeige: Football Manager 2016 (PC) (New) kaufen bei
Diverse Fanseiten wie z.B. www.passion4fm.com<\/a> bieten Downloads an, mit denen man die spr\u00f6de Darstellung aufpeppen kann.
Die Daten m\u00fcssen im entsprechenden Ordner, z.B. “Dokumente\/Sports Interactive\/Football Manager 2016\/graphics” abgelegt werden. Achtung: Evtl. muss das Verzeichnis manuell erstellt werden. Dann in den Interface-Optionen “Clear Cache” w\u00e4hlen, den Haken bei der Box “Reload skin when confirming changes in Preferences” setzen und den Haken bei “Use caching to decrease page loading times” entfernen. Voil\u00e1! Daten, Logos usw. sind integriert. \u00a9 4P\/Screenshot<\/div>\n<\/div>\nDoch nicht nur hier scheint der Football Manager in dieser Saison eher zu stagnieren. Weder die komplette inhaltliche Verzahnung aller Elemente noch die frei nach den eigenen Vorlieben konfigurierbare Tiefe der Entscheidungen oder die grunds\u00e4tzliche Wochenroutine haben im Vergleich zum letzten Jahr gro\u00dfe Fortschritte gemacht. M\u00f6chte man meinen. Dabei lassen sich im Detail nat\u00fcrlich Modifikationen ausmachen. Eine der deutlichsten, aber auch unwesentlichsten ist der Editor f\u00fcr den Trainer\/Manager, der an der Seitenlinie steht. Mit einem rudiment\u00e4ren und unzeitgem\u00e4\u00dfen Editor kann man versuchen, ein virtuelles Alter Ego zu kreieren, das an der Seitenlinie steht und Anweisungen gibt oder mit den Auswechselspielern auf der Bank sitzt. Braucht der FM dieses Feature, das in einer leicht anderen Form auch in den sp\u00e4ten Ausgaben der deutschen Fussball Manager aus dem Hause Bright Future zu finden war? Nicht wirklich – auch wenn der Effekt bei der Matchdarstellung durchaus ansprechend ist. Denn viel wichtiger: Der Rest funktioniert so gut wie zuvor – in einigen Punkten sogar noch besser. So laufen Spielergespr\u00e4che z.B. nicht mehr ganz so schnell aus dem Ruder und man hat ausreichend Zeit, um ggf. get\u00e4tigte Versprechungen wie mehr Einsatzzeit oder Aufstellungen in der Startelf umzusetzen.
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Financial Fair Play<\/strong>
Allerdings kann man sich nicht nur darauf verlassen, dass es st\u00e4ndig gelingt, Spieler aus dem Nachwuchs in die Profi-Mannschaft zu integrieren. Beim Geschacher auf dem Transfermarkt wiederum muss man die finanziellen Vorgaben des Vorstands beachten, da die Jobsicherheit nicht nur vom sportlichen, sondern u.a. auch vom finanziellen Erfolg abh\u00e4ngt, obwohl man auf diesen Bereich keinen direkten Einfluss hat. Dementsprechend findet man je nach \u00fcbernommener Mannschaft andere M\u00f6glichkeiten vor. W\u00e4hrend man beim FC Bayern, dem BVB, oder den Clubs aus Manchester von Anfang an beinahe aus dem Vollen sch\u00f6pfen kann, bin ich nach einigen Saisons mit dem HSV endlich in der Position, die Negativbilanzen der Vorjahre hinter mir zu lassen – auch dank des Pokalsieges in der dritten Spielzeit, der mir dar\u00fcber hinaus die (nur kurze) Teilnahme am europ\u00e4ischen Wettbewerb erm\u00f6glichte. Doch zur\u00fcck zum Transfermarkt: Die Verhandlungen mit anderen Vereinen und Beratern wirken im Vergleich zu den Vorjahren etwas vereinfacht. Zumindest wird einem die T\u00fcr nicht mehr so oft vor der Nase zugeknallt und Spieler lassen sich mit etwas Verhandlungs-Geschick und -Gl\u00fcck bei einer Vertragsverl\u00e4ngerung auch von ihrer angestrebten Gehaltserh\u00f6hung abbringen. Das Transfer-Verhalten anderer Klubs wirkt \u00fcber die Jahre betrachtet plausibel – mit der angenehmen Nebenwirkung, dass Transfersummen hier nicht so explodieren wie in der Realit\u00e4t. Was jedoch auff\u00e4llt: Gibt man dem Sportdirektor die Freiheit, das Betreuerteam zu verwalten, l\u00e4uft es in den ersten Monaten etwas aus dem Ruder, da er den halben Verein neu aufzustellen scheint und man beinahe im Wochenrhythmus neue Kollegen begr\u00fc\u00dfen kann, bis er zufrieden ist. Man sollte hier also immer ein pr\u00fcfendes Auge auf das Verhalten werfen.
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Der berechenbare Zufall<\/strong>
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Fehler im System<\/strong>
Ob es jetzt daran liegt, dass die offizielle deutsche Lizenz fehlt und man dementsprechend nicht auf bestimmte Details achtet, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall wird der deutsche Fu\u00dfballbetrieb nicht ganz akkurat umgesetzt. So stimmen die Ansto\u00dfzeiten bzw. die Spielverteilung am Wochenende nicht immer. Mal gibt es zwei Freitagsspiele, es werden auch gerne am Samstag zwei Abendspiele angesetzt, so dass im Zweifelsfall die Standardansto\u00dfzeit 15:30 Uhr nur von zwei oder drei Partien belegt wird. Da dies jedoch den Ruherhythmus aller teilnehmenden Mannschaften betrifft, ist dies letztlich nur ein kosmetisches Problem. Nachhaltiger wird es schon bei den als Strafe ausgesprochenen gelben und roten Karten, deren Sperren normalerweise hierzulande nur im jeweiligen Wettbewerb gelten. Es kann hier allerdings vorkommen, dass ein Spieler in der Liga vom Platz fliegt, aber wegen seiner Sperre auch im deutschen Pokal nicht antreten darf. Hier (wie offensichtlich auch bei den Terminierungen) hat Sports Interactive einfach des englische System aus der Premier League sowie dem Capital One Cup (Ligapokal) auf das deutsche Ligensystem gest\u00fclpt. Das wirkt sich zwar in Einzelf\u00e4llen nachteilig aus, kann den Spa\u00df auf lange Sicht aber in keiner Form gef\u00e4hrden.
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Viel zu tun<\/strong>
Wer solo oder online schnelle Spiele bevorzugt, bei denen eine Saison (je nach Matchpr\u00e4ferenz und Eingriffsfrequenz) nicht zwischen f\u00fcnf und 15 Stunden dauert, wendet sich der so genannten “Touch”-Variante zu. Hinsichtlich der Management-Optionen eingeschr\u00e4nkter und auf ein zug\u00e4nglicheres Erlebnis abgestimmt, ist dieser Modus zwar nicht ganz so intensiv wie das \u201evolle\u201c Spiel, aber dennoch sehr reizvoll. Zus\u00e4tzlich wird es hier m\u00f6glich sein, die Spieldaten mit den kommenden Tablet-Versionen auszutauschen, so dass man seine Karriere nahtlos unterwegs fortsetzen kann. Nett, aber\n<\/figure>\n
Doch ab diesem Moment wird es ein bekanntes Spiel: Man ist immer noch dem Vorstand unterstellt und hat keinerlei Einfluss auf die wirtschaftliche Ausrichtung des Clubs. Daher ist dieses Angebot in dieser Form wie der erstellte Avatar zwar nett, aber letztlich nur eine sehr individualisierte Form des m\u00e4chtigen Editors, der sich in der Tools-Bibliothek von Steam finden l\u00e4sst – und definitiv kein wertungsbeeinflussendes Element. Konzeptionell interessant ist auch der Online-Modus, der abseits des Fantasy Draft Mehrspielerpartien ohne Hotseat im normalen sowie im Touch-Modus erm\u00f6glicht. Die Entscheidungen finden f\u00fcr die Spieler parallel statt, wobei man optional auch Zeitlimits f\u00fcr die einzelnen Bereiche festlegen kann, bevor ein “Zwangsfortschritt” stattfindet. Allerdings bin ich ein FM-Spieler der alten Schule, weswegen ich dem Online-Spiel nicht viel abgewinnen kann und f\u00fcr Mehrspieler-Duelle den Hotseat bevorzuge.\nFazit<\/strong><\/h3>Wenn die neue, zwar immer noch nicht perfekte, aber in vielerlei Hinsicht optimierte Match-Darstellung nicht w\u00e4re, h\u00e4tte man Probleme, die Unterschiede zum letztj\u00e4hrigen Meister-Manager zu finden. Zwar hat sich unter der Oberfl\u00e4che noch einiges getan, von dem vieles das Spiel plausibler macht, z.B. die verbesserten Spielergespr\u00e4che, w\u00e4hrend die mit zahlreichen Hilfen angereicherte Benutzerf\u00fchrung Einsteiger nicht mehr im Regen stehen l\u00e4sst. Das Fundament dieser Trainer-Simulation ist so bombenfest wie eh und je, die Statistiken sowie Faktoren, die \u00fcber Sieg und Niederlage entscheiden k\u00f6nnen, sind umfangreich und glaubw\u00fcrdig. Die immense Tiefe ist stark skalierbar, so dass man so viel oder wenig entscheiden oder modifizieren kann, wie es einem beliebt. Es gibt allerdings auch ein paar st\u00f6rende Kleinigkeiten wie h\u00e4ufige Verletzungs- oder Disziplinarausf\u00e4lle sowie die inakkurate Umsetzung des deutschen Spielbetriebs, die auch nicht davon wegdiskutiert werden kann, dass der Titel hierzulande nur \u00fcber Importwege zu haben ist. Doch dessen ungeachtet sorgt der Football Manager auch in diesem Jahr wieder f\u00fcr Freud-, Leid- und Wutbekundungen, die man als Fu\u00dfballverr\u00fcckter sonst nur aus dem Stadion kennt und die bei Zeugen der mitunter in die Stunden gehenden Ausfl\u00fcge auf die Trainerbank Unglaube und Fremdsch\u00e4men verursachen. Fu\u00dfball ist Emotion. Und der Football Manager liefert mal wieder den Beweis, dass man nicht immer eine Hochglanzkulisse \u00e0 la FIFA ben\u00f6tigt, sondern dass diese Emotionen auch \u00fcber visuell aufbereitete Zahlenkolonnen abgerufen werden k\u00f6nnen.<\/div><\/div>
Wertung<\/strong><\/h3>
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