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Damit ich auf Rubicon Fu\u00df fassen kann, nimmt mich der nat\u00fcrlich v\u00f6llig altruistisch handelnde Betreuer Walter unter seine Fittiche: Er verhandelt mit den einflussreichen Gro\u00dfkonzernen und verschafft mir Auftr\u00e4ge, die ich im Gegenzug gehorsam ausf\u00fchre und dabei die Konkurrenz mit Bleisalven vom Himmel hole \u2013 wer auch immer gerade die Konkurrenz ist, schlie\u00dflich bin ich als unabh\u00e4ngiger S\u00f6ldner<\/strong> eine Allzweckwaffe, die nicht nach Moral, sondern nach Bezahlung agiert. Zumindest zun\u00e4chst: Sp\u00e4ter tauchen vereinzelt Missionen auf, bei denen ich dann auch mal zwischen verschiedenen Fronten w\u00e4hlen und so den Fortlauf der Geschichte beeinflussen kann. Entsprechend h\u00e4ngt das Schicksal Rubicons von meinen Taten und Entscheidungen ab, was sich in einem von mehreren verschiedenen Enden widerspiegelt.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Falls ihr mit dem Mech-Revival genau wie ich das erste Mal den Zeh ins Wasser der alteingesessenen Armored Core-Reihe tauchen wollt, k\u00f6nnte euch der Spielaufbau von Fires of Rubicon angesichts der letzten From Software-Titel \u00fcberraschen. Denn statt einer (semi-)offenen Welt wie in Dark Souls oder Elden Ring erwartet euch hier ein streng missionsbasiertes Erlebnis<\/strong>. Aus dem entsprechenden Men\u00fc heraus, passenderweise Garage getauft, k\u00f6nnt ihr aktuelle Auftr\u00e4ge annehmen, Trainings\u00fcbungen absolvieren und dort neue Teile freischalten oder euer aktuelles Loadout im Test-Bereich ausprobieren. Das erneute Abschlie\u00dfen von Missionen bringt euch derweil abh\u00e4ngig von eurer Performance eine Bewertung ein und erm\u00f6glicht das Abhaken von verpassten Zielen, die dank des Loghunt-Features wiederum ebenfalls mit neuer Ausr\u00fcstung locken.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Spielerisch kommt hier dann auch endlich der Mech zum Einsatz: Mit der tonnenschweren Blechb\u00fcchse unter dem S\u00f6ldnerhintern d\u00fcse, gleite und fliege ich durch eisige Ein\u00f6den und verschachtelte Industriegebiete, die gleicherma\u00dfen vertikal wie horizontal ausgerichtet sind, um meinen Raketenantrieb gl\u00e4nzen zu lassen. Weil die Ausfl\u00fcge in der Regel alles andere als friedlich ablaufen, bin ich nat\u00fcrlich mit Nah- und Fernkampfwaffen ausgestattet, um die miese Maschinerie mit Raketenwerfen, Plasmageschossen und Schrotflinten<\/strong> auf den Schrottplatz zu schicken. Um erfolgreich aus den Mech-Gefechten hervorzugehen, braucht es Multitasking-Geschick: L\u00e4nger in der Luft bleibe ich nur, wenn ich meinen Schubd\u00fcsen immer mal wieder einen Moment zum Atmen gebe und die Energieleiste regenerieren lasse.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p> \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Dass ich bei sp\u00e4teren Begegnungen auch nach unz\u00e4hligen Versuchen noch Lust hatte, wieder und wieder in die Arena zu steigen, liegt vor allem an den unfassbar fairen Checkpoints<\/strong>. Vor jedem Bosskampf speichert das Spiel automatisch und l\u00e4sst mich beim Ableben direkt wieder einsteigen, inklusive aufgef\u00fclltem Magazin und Heilvorrat. Habe ich das Gef\u00fchl, mein Versagen liegt vielleicht eher an der Ausstattung meines Mechs, kann ich hier au\u00dferdem \u00c4nderungen vornehmen, und das ist meistens der beste, manchmal sogar der einzige Weg zum Erfolg. Hier kommt \u00fcbrigens auch die bei normalen Gegnern eher zu vernachl\u00e4ssigende Haltungsleiste <\/strong>ins Spiel: Decke ich den Boss mit dauerhaftem Beschuss ein und f\u00fclle den Balken \u00fcber seinem Kopf bis zum Anschlag, bringe ich ihn f\u00fcr kurze Zeit ins Taumeln und verursache erh\u00f6hten Schaden, ohne selbst welchen einstecken zu m\u00fcssen. Damit ausgleichende Gerechtigkeit herrscht: Mein Mech besitzt nat\u00fcrlich ebenfalls eine solche Haltungsleiste.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Dar\u00fcber hinaus kommt die Kamera nicht immer mit, weil einige der Bosse schlicht zu schnell unterwegs sind. Dem kann man zwar mit einer h\u00f6heren Kamerageschwindigkeit im Men\u00fc oder der Option zum sofortigen Umdrehen entgegenwirken, trotzdem \u00fcbertreiben es einige der Maschinen mit wilden Flugman\u00f6vern, um sich au\u00dferhalb meines Sichtfeldes zu positionieren und mir leuchtende Laserstrahlen in den ungesch\u00fctzten Blechr\u00fccken<\/strong> zu feuern. Selbst anvisierte Gegner lassen sich so nur schwer im Auge behalten, sodass ich im Eifer des Gefechts fieberhaft nach dem gerade noch sichtbaren Endgegner Ausschau halten muss und mitunter unn\u00f6tige Treffer kassiere. Was dagegen auch bei den Bossk\u00e4mpfen herausragend hervorsticht, ist das ganz und gar gelungene Spielgef\u00fchl.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Um mich aus meiner eigenen Vorschau zu Armored Core 6<\/a> zitieren: \u201eAufgrund meiner Vorliebe f\u00fcr die schnelleren From Software-Spiele wie Dark Souls 3<\/a> oder Bloodborne<\/a> hatte ich beim Anblick der Metallkisten aus Fires of Rubicon ein bisschen Angst, dass ich nicht wie ein eleganter Evangelion durch die L\u00fcfte der Spielwelt gleite, sondern wie eine Bleiente zu Boden sinke. Zu meiner \u00dcberraschung ging das Steuern des Mechs hervorragend von der Hand und schafft den Drahtseilakt zwischen geerdeter Immersion und\u00a0angenehmer Handhabung<\/strong>. In meinen vier Stunden im Cockpit hatte ich weder das Gef\u00fchl, einen tonnenschweren Panzer noch ein federleichtes Plastikspielzeug durch die Gegend zu man\u00f6vrieren, sondern behielt dank Schubd\u00fcsen, Sprintfunktion und Ausweichman\u00f6vern zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle \u00fcber meinen Kampfroboter.\u201c<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Neben den Hauptmissionen k\u00f6nnt und solltet ihr in der Arena vorbeischauen, wo euch K\u00e4mpfe gegen zahlreiche andere Mechs erwarten und ein Haufen Coam sowie OST-Chips als Belohnung winken. Die Brot-und-Spiele-Simulation<\/strong>, bei der ihr euer K\u00f6nnen in mal mehr, mal weniger anspruchsvollen Duellen erproben k\u00f6nnt, ist zwar rein optional, doch das Erklimmen der 30 Stufen langen Rangliste lohnt sich und hilft euch auch beim Bew\u00e4ltigen der Story. Mit den OST-Chips lassen sich n\u00e4mlich permanente F\u00e4higkeiten und Boni<\/strong> freischalten, die die sonst vollst\u00e4ndig fehlende Art des Stufenaufstiegs ersetzen sollen und euch besonders bei den zunehmend herausfordernderen Auseinandersetzungen unter die Arme greifen.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p> \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n D\u00fcnne Arme, dicke Beine, krachende Raketenwerfer und filigrane Lasergewehre: Die Auswahl ist gro\u00df, die Entscheidungen sind schwierig. Gl\u00fccklicherweise zeigen kleine Videos die angebotenen Teile in Aktion und wenn ihr mal knapp bei Kasse seid, k\u00f6nnt ihr Gegenst\u00e4nde zum Ursprungspreis wieder verkaufen<\/strong>, sodass ihr auch beim steten Hin- und Herhandeln keinen Verlust macht. So braucht ihr keine Angst davor zu haben, ordentlich mit den verf\u00fcgbaren Optionen herumzuexperimentieren und k\u00f6nnt euch euren Mech ganz nach euren W\u00fcnschen und Vorstellungen zusammenzimmern. Die leider fehlende Kirsche auf der Sahnehaube: Teile k\u00f6nnen nach dem Kauf nicht direkt angelegt werden.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Neben den Waffen, bei denen ihr nach Lust und Laune anlegen k\u00f6nnt, was am Ehesten eurem Spielstil entspricht, kommt es vor allem auf die Beine an. Je h\u00f6her die Lastgrenze eurer Metallbeine<\/strong>, desto mehr Gewicht k\u00f6nnt ihr tragen, was eine dickere Panzerung und gr\u00f6\u00dfere Waffen erm\u00f6glicht. Wer nicht aus schierer Lust heraus neue Kombinationen ausprobiert, wird sp\u00e4testens bei Boss-Blockaden dazu gezwungen. Und aus eigener Erfahrung kann ich euch nur w\u00e4rmstens ans Herz legen, unterschiedlichen Waffen, Beinen oder ganzen Mech-Konstellationen eine Chance zu geben, wenn ihr euch an einem der Endgegner gerade die Z\u00e4hne ausbei\u00dft.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Zumal Armored Core 6 schier unendliche M\u00f6glichkeiten bietet: Wenn mobiler Lufteinsatz mit flinken Ausweichman\u00f6vern nicht funktioniert, warum schraubt ihr nicht eine Panzerverkettung an euren Mech, stapelt die dicksten Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde sowie Kanonen und rollt dann wie ein verheerender Tank \u00fcber das Schlachtfeld? Umgekehrt k\u00f6nnt ihr, wenn ihr zu h\u00e4ufig von gegnerischen Geschossen getroffen werdet, die protzigen Granatenwerfer abr\u00fcsten und auf ein grazileres Setup setzen, um elegant \u00fcber eure Feinde hinwegzusegeln und sie von hinten zu attackieren. Wie bereits erw\u00e4hnt, macht sich jede Anpassung bemerkbar, und besonders bei den schwereren Gesch\u00fctzen ist das Trefferfeedback herrlich wuchtig<\/strong>.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n W\u00e4hrend der Soundtrack angesichts der lautstarken Schie\u00dfereien leicht untergeht oder zumindest nicht unbedingt im Ged\u00e4chtnis bleibt, darf sich From Software beim Sounddesign mit Anlauf auf die Schultern klopfen<\/strong>. Jedes Klicken, jedes Biepen und jedes Knacken sitzt: Den Schild des Gegners mit einer Granate zu sprengen bleibt genauso im Ohr wie das immer gleiche Knistern des Funkger\u00e4ts bei der Missionsbesprechung oder der auditive Schock beim Zerbrechen der eigenen Haltungsleiste. Ein letzter Wermutstropfen bei der Pr\u00e4sentation sind minimale Textfehler. In der Arena teilten sich zwei unterschiedliche Widersacher den gleichen Beschreibungstext und die ein oder andere deutsche \u00dcbersetzung ist etwas ungenau geraten, wodurch schon mal Singular mit Plural vertauscht wird oder eine geringe Sinnverschiebung entsteht.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Auch sonst ist Armored Core 6 ziemlich kompromisslos. Nachdem Elden Ring zuletzt nur so mit M\u00f6glichkeiten um sich warf, sich das Leben im Zwischenland mit dem Beschw\u00f6ren von Freunden, Fremden, NPCs oder Geisterasche deutlich leichter zu machen, f\u00e4hrt From Software im Mech-Revival wieder eine ziemlich klare Linie. Freunde zu Hilfe holen k\u00f6nnt ihr also nicht: <\/strong>Abseits vom PvP-Modus, bei dem ihr euch gegen andere Spieler die Blechb\u00fcchsen eindellen k\u00f6nnt, ist Armored Core 6 ein reiner Singleplayer-Titel. NPCs zum Beschw\u00f6ren gibt es ebenfalls nicht. Zwar stellt euch das Spiel bei einigen Missionen einen weiteren Piloten zur Verf\u00fcgung, der ist aber nicht optional und macht auch nur genau das, wof\u00fcr er angeheuert wird \u2013 und zieht dann von dannen, sobald sein Auftrag erf\u00fcllt ist.<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n \u00a0<\/p>\n Unverhofft kommt oft: Selbst eingefleischte Armored Core-Fans d\u00fcrften nach zehn Jahren Funkstille und dem unglaublichen Erfolg von Dark Souls, Bloodborne und Elden Ring nicht mehr damit gerechnet haben, dass sich From Software nochmal ihrer nischigen Mech-Reihe widmen w\u00fcrde. Umso erfreulicher, dass die japanische Spieleschmiede immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut ist und man auch mit Armored Core 6: Fires of Rubicon wieder abgeliefert hat: Ein hervorragendes Spielgef\u00fchl und ein Meer der M\u00f6glichkeiten in Sachen Mech-Individualisierung sorgen f\u00fcr einen rundum gelungenen Trip nach Rubicon. Neben den sehr spa\u00dfigen, wenn auch auf Dauer etwas eint\u00f6nigen Hauptmissionen h\u00e4lt der Ausflug schwei\u00dftreibende und \u00e4u\u00dferst beeindruckende Bossk\u00e4mpfe bereit und l\u00e4dt in der Arena zu kurzweiligen Duellen ein. Trotz des knackigen Schwierigkeitsgrads kommt dank der angenehmen Checkpoints nur selten Frust auf \u2013 und wenn es trotzdem mal nicht klappt, wirkt der Gang in die Werkstatt Wunder. Dank der angenehmen Steuerung der wohl beste Einstieg f\u00fcr Armored Core-Neulinge oder Soulsborne-Fans, die w\u00e4hrend der Wartezeit auf den Elden Ring-DLC endlich wieder ein bisschen From Software-Feeling sp\u00fcren wollen.<\/p><\/div><\/div> Schwei\u00dftreibende Bossk\u00e4mpfe, schier unendliche Anpassungsm\u00f6glichkeiten und ein hervorragendes Spielgef\u00fchl machen Armored Core 6: Fires of Rubicon zu einem gelungenen Gesamtpaket f\u00fcr Mech-Fans.<\/p><\/div><\/div> Anzeige: Armored Core VI Fires of Rubicon Standard Edition – [PlayStation 5] kaufen bei <\/figure>\n
Mech with a Mission<\/h2>\n
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Der Schwei\u00df l\u00e4uft, der Lauf schwitzt<\/h2>\n
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\u00dcber den Wolken<\/h2>\n
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Schrot und Spiele<\/h2>\n
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Gut Ding will Teile haben<\/h2>\n
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Zwischen wendigem Wiesel und brachialem BigMech<\/h2>\n
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Art Attack \u00e0 la Armored Core<\/h2>\n
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\u00d6de Optik, sattes Sounddesign<\/h2>\n
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Die Sache mit dem Schwierigkeitsgrad<\/h2>\n
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Fazit<\/strong><\/h3>
Wertung<\/strong><\/h3>
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