Nur der Protagonist bleibt leider v\u00f6llig stumm und wirkt so in den Dialogen immer wieder wie ein Fremdk\u00f6rper oder Sonderling. Diskrepanzen gibt es auch im Zusammenhang mit der deutschen Lokalisierung, die an sich sehr gut gelungen ist und sogar Reime, Akzente und Dialekte bietet, aber eben auch viele Eigennamen aufweist, die nicht mit der englischen Vertonung harmonieren.<\/p>
Das Crafting-System ist rezeptbasiert und interaktiv. So muss man zun\u00e4chst Hinweise auf neue Waffen, R\u00fcstungen oder Schmuckst\u00fccke in B\u00fcchern oder \u00c4hnlichem suchen, die n\u00f6tigen Materialien finden und dann mit handwerklichem Feingef\u00fchl und einem stetig wachsenden Aktionsrepertoire den Schmiedehammer kreisen lassen. Dabei versucht man mit geschickt gew\u00e4hlten, aber begrenzten Aktionen vorgegebenen Idealpunkten m\u00f6glichst nahe zu kommen, um bestm\u00f6gliche Ergebnisse zu erzielen – ein ebenso spannendes wie motivierendes Unterfangen.<\/p>
Ansonsten h\u00e4ngt der Schwierigkeitsgrad nat\u00fcrlich haupts\u00e4chlich von der aktuellen Charakterstufe und Ausr\u00fcstung sowie den freigeschalteten Fertigkeiten ab. Exzessives Aufleveln wie in fr\u00fcheren Serienteilen ist in Dragon Quest 11 jedoch nicht n\u00f6tig. Zudem k\u00f6nnen in Zauber, Fertigkeiten und Wertesteigerungen investierte Talentpunkte an Speicherpunkten jederzeit gegen einen Obolus zur\u00fcckerlangt und neu verteilt werden.<\/p>
Gerade Entdecker k\u00f6nnen sich auf viele Sch\u00e4tze, Verstecke und Geheimnisse freuen. Man kann wieder in Brunnen steigen, auf D\u00e4cher klettern, \u00fcber Seile balancieren und verborgene Bereiche erkunden. Zudem gibt es viele liebevolle Details wie Charaktere, die sich beschweren, wenn man in ihr Haus kommt und ihre Sachen durchw\u00fchlt oder wenn man versucht Schilder von der falschen Seite zu lesen. Sch\u00f6n ist auch, dass selbst nicht an K\u00e4mpfen beteiligte Gruppenmitglieder Erfahrung sammeln und man so v\u00f6llig frei mit Aufstellungen experimentieren oder sich auf sein Dream-Team konzentrieren kann.<\/p>\n
Auch mit Dragon Quest 11 sind Serienerfinder Yuji Horii und sein Team den Traditionen der mittlerweile \u00fcber 30 Jahre alten Rollenspielsaga weitestgehend treu geblieben. Von den klassischen Rundenk\u00e4mpfen ohne anpassbaren Schwierigkeitsgrad \u00fcber das angestaubte Speicher- und Inventarsystem bis hin zur fast schon altert\u00fcmlichen Soundkulisse samt stummem Protagonisten. Veteranen wird\u2019s freuen, Neulinge mitunter eher abschrecken. Wer sich aber auf die Zeitreise einl\u00e4sst, erlebt ein ebenso charmant wie pr\u00e4chtig inszeniertes Rollenspiel-Abenteuer alter Schule, wie man es heute nur noch selten findet. Doch nicht nur die inneren Werte wie die individuelle Charakterentwicklung, das interaktive Crafting-System oder die abwechslungsreichen Nebenaufgaben sorgen f\u00fcr Begeisterung, auch die schmucke Zeichentrickgrafik mit ihren liebevollen Animationen kann sich sehen lassen. Und wer genau hinschaut, entdeckt immer wieder bezaubernde Details und Facetten. Hier wurde wirklich Liebe und Herzblut investiert – und das sp\u00fcrt man!<\/p><\/div><\/div>
Ungemein charmant pr\u00e4sentiertes Anime-Rollenspiel alter Schule.<\/p><\/div><\/div>
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