Nicht nur die Beschläge wurden aufpoliert
Ähnlich wie in der späteren PC-Umsetzung hat die schwarz glänzende Holzmaserung auf Truhen und matt glänzenden Beschläge auch auf der Switch deutlich mehr Details und feine Kratzer verpasst bekommen (zum Test des iOS-Originals geht es hier). Eine rätselhafte Einladung führt auf den Dachboden eines verlassenen Hauses. Dort befindet sich ein eiserner Safe mit seltsamen Gravuren – und eine ganze Reihe von Notizen. Die Hinweise berichten von einem uralten Geheimnis, eingeschlossen in einer Eisenkammer. Zwischen ihr und dem Spieler stehen viele vertrackte Apparaturen, die es zu enträtseln gilt.
Unter der dämmrigen Beleuchtung macht sich nach wie vor eine mystisch-gemütliche Knobelstimmung breit. Es gilt über sorgfältiges Betrachten erste Hinweise wie eine kleine Schublade, einen Knopf oder etwas anderes Bewegliches zu finden. Kaum rastet irgendwo etwas ein oder löst sich eine Schraube, bekommt man weitere Hinweise – so wird man immer weiter geködert, um das Rätsel eines Apparates komplett zu lösen. The Room ist vor allem eine sehr sinnliche Knobelerfahrung, weil man quasi alles ertasten und erspüren muss, weil man aktiv kippen, schieben oder ziehen kann – und das bei intuitiver Steuerung über ein oder zwei Finger. Ganz so flüssig, wie ich die Touchscreen-Bedienung in Erinnerung hatte, funktioniert sie allerdings nicht mehr. Vielleicht ist sie im Zeitalter allgegenwärtiger Smartphone-Bedienung einfach nicht so gut gealtert wie erwartet.
Tippen oder zielen?
Nach kurzer Zeit hat man sich allerdings wieder an Besonderheiten wie das behäbige Hinein- und Herauszoomen per Doppeltipp gewöhnt; und dann versinkt man schnell wieder in der faszinierenden verschachtelten Mechanik. Wer möchte, kann auf dem TV auch mit einem abgezogenen Joycon steuern.
Währenddessen bettet man den Arm bequem auf der Sofalehne und bewegt den Cursor wie mit einer Wii-Fernbedienung. Das funktioniert meist ordentlich, kann aber bei Drehungen und der Bedienung von Klappen oder Schubladen etwas umständlich werden. Wir sind daher schnell wieder auf den Touchscreen umgestiegen. Für Abwechslung sorgen dabei kleine Werkzeuge wie Schraubendreher oder kostbare Schmuckstücke, die sich manchmal kombinieren lassen. Hinzu kommt das Okular, das als optisches Hilfsmittel nicht nur leuchtende Spuren offenbart, sondern auch Lichträtsel und interessante dreidimensionale Puzzles einleitet. Manche Rätsel wurden übrigens in Details verändert, zum Großteil bleibt der Lösungsweg aber gleich. Zur Not aktiviert man einen der zahlreichen kleinen Hinweise.
Statik und Form sind auch ziemlich cool in dem Bereich:
http://www.4players.de/4players.php/dis ... tatik.html
http://www.4players.de/4players.php/dis ... /FORM.html
Hab alle Teile gespielt und die Reihe ist für mich mit das einzige Spiel, was ich tatsächlich am liebsten aufn Handy spiele. Obwohl ich sonst eigtl gar nichts auf dem Handy spiele. Aber von der Länge, den Mechaniken und dem ganzen Spielprinzip ideal fürs Handy. Auch der Preis ist eher Handytypisch. Ich persönlich würde das Spiel jedenfalls nie für ne Konsole kaufen... Ansonsten klasse Reihe, wobei die Titel meiner Meinung nach immer schlechter wurden.
P.S. In VR wäre so ein Titel bestimmt auch klasse.. wenn es denn für die PSVR gute Touchcontroller gäbe...